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ebenfalls wurde ein Gedicht vorgetragen : In den dunklen Schoß der Erde
legen wir den ersten Stein, daß der Bau erhoben werde
heut im Namen Gottes ein. Mag der Maurer nun
die drei Schläge tun, die altergebrachte Sitte
vorschrieb, auf des Steines Mitte. mit unserer Fröhlichkeit
und der uns geschenkten Freiheit. Das walte Gott.
Auf denn, Turner, ringet, prüft der Sehnen Kraft. Doch zuvor umschlinget euch als Brüderschaft.
Großes Werk gedeiht nur durch Einigkeit. Wie wir hier im Kreis verbunden stehn
und die ersten Steine im Grunde sehn, bitten wir in alter Handwerksweise:
Herr, beschütze Leitern und Gerüst, daß, wenn einst der Bau vollendet ist,
keiner fehle, der hier steht im Kreise! Nach der Grundsteinlegung ging die Arbeit an der Turnhalle zügig weiter, so dass bereits am 01.12.1956 in einer
schlichten Feier im Vereinslokal Gustav Demgen das Richtfest gefeiert werden konnte. Dank der aufopfernden Tätigkeit der ganzen Einwohnerschaft des Dorfes, war es schließlich soweit, dass die Halle am 27., 28. und 29. Juli 1957 eingeweiht wurde. Gleichzeitig wurde das 30jährige Vereinsjubiläum gefeiert. Die Einweihung der Turnhalle stellte alles in den Schatten, was Unzenberg bis dahin an Festen erlebt hatte. Alle Gebäude des Dorfes waren festlich geschmückt, als das Fest am Samstag, den 27.07.1957 begann und in der Reihenfolge des nachstehend aufgeführten Programms seinen Verlauf nahm. Siehe Veranstaltungsüberblick:
Das herausragende Ereignis des 3tägigen Festes, waren die turnerischen Darbietungen der „Kölner Turnerschaft
von 1843“ mit ihren Weltklasseturnern Halbert Dicklich und Dr. Masami Ota (Japan). Leider war der ebenfalls
angesagte Helmut Bautz verhindert. Aber auch so kamen die Zuschauer auf ihre Kosten und sahen einmalige
Leistungen. Der kleine Japaner Dr. Ota war der Liebling der Zuschauer und erntete den stärksten Beifall. Nach
Beendigung des Turnens überreichte unser Vorsitzender Lehrer Herrmann (der die Riege für das Schauturnen
auch gewonnen hatte) dem Riegenführer Halbert Dicklich zur Erinnerung an unsere Turnhallenweihe einen
handgeschnitzen Teller und für das leiblich Wohl einen großen Präsentkorb.