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Im Reigen der besonderen Erfolge soll nicht unerwähnt bleiben, dass der Verein in den Jahren 1951 bis 1953 den
Gaumeister im Tauziehen stellte. Eine selbstverständliche Aufgabe der Vereinsführung war es stets, Turner und
Turnerinnen nicht nur fachlich auszubilden und zu fördern, sondern auch erzieherisch zu wirken. „Nicht nur in
dem Turnsaal soll die Jugend zeigen, dass sie in Jahn´schem Geiste heranwachsen will, nein - auch im täglichen
Leben muss davon etwas spürbar werden.“ „Ordnungsliebe und Disziplin in jeder Gemeinschaft zeigen, muss
Verpflichtung eines jeden Turners sein.“ Als Erfolg einer planmäßigen Erziehungsarbeit an der Unzenberger
Turnjugend darf gewertet werden, dass der Verein in den vorangegangenen drei Jahren bei den Festzügen der
Gauturnfeste stets den besten Eindruck hinterließ und dafür jeweils mit einer Urkunde des Gaues ausgezeichnet
wurde. Ein weiterer großer Erfolg wurde im Jahr 1955 erreicht (Bericht Hunsrücker-Zeitung vom 02. August 1955):
Am 16. März 1956 fand eine außerordentliche Mitgliederversammlung statt, in der mit 41-Ja-Stimmen, bei null
Gegenstimmen und zwei Stimmenthaltungen beschlossen wurde, auf dem gemeindeeigenen Gelände an der
Tombacherstraße eine Turnhalle für den Turnverein zu bauen. Die Orstgemeinde Unzenberg stellte bereitwillig das
Grundstück zur Verfügung, auf dem schon einige Tage nach der Beschlussfassung die Einebnungsarbeiten begannen.
In wochenlanger Arbeit wurden Unmengen von Schutt weggefahren, die alle im Umlegungsverfahren für Wegebau usw. verwendet wurden. Die Umlegungsgemeinschaft Unzenberg hatte hierfür eine Planierraupe mit Ladegerät kostenlos zur Verfügung gestellt. Bereits am 2. August 1956 wurde in einer schlichten, abendlichen Feier der Grundstein zum Bau der Turnhalle gelegt. Hierbei wurde vom Ehrenmitglied Peter Kauer die von Malermeister Linus Dietrich handschriftlich
geschriebene Urkunde an der Nordseite des Gebäudes in einer versiegelten Flasche eingemauert. Wir bauen das Haus aus Holz und aus Stein,
bau´n Treue und Liebe mitten hinein. Die Treue zum Werk, die ernst uns rief,
die liebe zum Licht, das heilig und tief, uns allen im innersten Herzen flammt,
dem wir gehören, dem wir entstammt. Es wachse hinein in den künftigen Tag,
Gott gebe seinen Segen dazu. Wir aber, wir wollen mit hellen Herzen,
begleiten der Arbeit täglichen Takt und fröhlich schaffen auf gute Vollendung. Und wenn es vollendet,
das Haus der Jugend, so woll´n wir´s erfüllen mit unserer Frische, mit unserer Frömmigkeit,...